In der westdeutschen Provinz kämpfen osteuropäische Leiharbeiter*innen
des größten deutschen Schweineschlachtbetriebs ums Überleben und
Aktivist*innen, die sich für deren Rechte einsetzen, mit den Behörden. Zur
gleichen Zeit proben Münchener Gymnasiast*innen das Bertolt-Brecht-Stück
„Die Heilige Johanna der Schlachthöfe“, das sich schon 1931 mit Marktmacht
und Monopolbildung und der Ausbeutung und Aussperrung von Arbeiter*innen
beschäftigte – und reflektieren über die deutschen Wirtschaftsstrukturen und ihr
Verhältnis dazu.
Verwoben mit den Gedankengängen der Jugendlichen und ihrer Auseinandersetzung
mit dem Text in den Proben erzählt der Film in unterschiedlichen
Fragmenten über Bedingungen und Facetten von Leiharbeit und Arbeitsmigration
in Deutschland. (Quelle: wirFILM)
REGELN AM BAND, BEI HOHER GESCHWINDIGKEIT ist der Diplomfilm von
Regisseurin Yulia Lokshina an der HFF München und wurde auf dem Festival Max
Ophüls Preis 2020 mit dem Preis für den besten Dokumentarfilm ausgezeichnet.

29. März, 17.00 Uhr

Vor Kinostart

YULIA LOKSHINA
Yulia Lokshina ist 1986 in Moskau geboren. 2011 nimmt sie ihr Studium der Dokumentarfilmregie an der
Hochschule für Fernsehen und Film München auf, während dessen sie u.a. die kurzen Dokumentarfilme
TAGE DER JUGEND (2016) und AFTER WAR (2017) realisiert. TAGE DER JUGEND wurde 2017 mit dem
Starter Filmpreis der Stadt München ausgezeichnet.
Im Rahmen ihrer Arbeit am Forum Internationale Wissenschaft Bonn entstehen parallel audiovisuelle
Projekte an der Schnittstelle von Film und Wissenschaft sowie Vorträge und Publikationen zum
Dokumentarischen. Für die experimentelle Videoarbeit SUBJECTIVE HILL erhält sie 2018 zusammen
mit der Künstlerin Angela Stiegler das Medienkunststipendium der Kirch Stiftung sowie den Videodox
Förderpreis 2019.

Wir freuen uns, Yulia Lokshina begrüßen zu können