Frau Stern hat viel gesehen in ihrem Leben. Vieles gelebt und überlebt.
Viele Männer hat sie geliebt, ein Restaurant geführt und vor allem: viel geraucht.
Frau Stern ist 90 Jahre alt, Jüdin und hat die Nazis überlebt. Liebe, das hat sie
gelernt, ist eine Entscheidung. Der Tod genauso. Und so entscheidet Frau Stern,
dass es nun an der Zeit ist, aus der Welt zu gehen. Der Einfachheit halber würde
die resolute Dame gern an eine Waffe kommen.
Enkelin Elli, das „Schätzchen“, könnte wohl am besten helfen, denn sie
kennt den coolsten Dealer in Berlin-Neukölln. Doch Elli bringt Frau Stern den Tod
nicht näher. Im Gegenteil. Die Liebe zwischen Großmutter und Enkeltochter ist so
innig, dass Frau Stern irgendwie in den Freundeskreis der jungen Frau gerät, ganz
selbstverständlich bei Karaoke-Abenden und Theater-Performances mitfeiert
und das so natürlich und respektvoll, wie es nur sein kann. Frau Stern – eine
Geschichte über das Sterben, die zu einer Ode an das Leben wird.

Der Film wird auf dem Kirchlichen Filmfestival unter Mitwirkung von
Mitgliedern der Jugendjury präsentiert.

27. März 2020, 17.00 Uhr

Recklinghausen-Premiere

ADRIAN CAMPEAN
Der Kameramann und Fotograf Adrian Campean wurde 1988 in Essen geboren. 2009 begann er sein
Studium an der Hochschule für Fernsehen und Film in München im Bereich Kamera und erhielt 2018
sein Diplom.
Während des Studiums probierte er sich in den Bereichen Dokumentarfilm, Spielfilm, Werbung und
experimenteller Spielfilm. Im Jahr 2016 entstand während seines Aufenthalts in Rumänien, der Heimat
seines Vaters, der Bildband „…şi grădina numai ciment“ („…und der Garten alles Zement“).
Der No-Budget-Film „FRAU STERN“, welchen er auch mit produzierte, gewann auf der achtung berlin –
new berlin film award drei Preise: Bester Spielfilm, Preis der deutschen Filmkritik, Beste Hauptdarstellerin.
Momentan lebt und arbeitet Adrian Campean in Berlin.

Wir freuen uns, Adrian Campean begrüßen zu können!